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Prokastinierst Du noch, oder lebst Du schon?

Ich möchte heute auf eine Frage eingehen, die ich sehr oft gestellt bekomme, wenn ich erzähle, dass ich von zu Hause mit absolut freier Zeiteinteilung arbeite: Wie schaffst Du es, überhaupt irgendetwas zu tun? Ich würde mich den ganzen Tag von allem Möglichen ablenken lassen!

Dieses Problem ist mir nicht unbekannt. Und wahrscheinlich auch dem Rest der Welt nicht. Es nennt sich Prokastination. Sich mit Tätigkeiten beschäftigen, die man nur tut, um etwas Anderes aufzuschieben oder zurückzustellen. In einer Studie sollen nur 2% der Menschen angegeben haben, absolut nie zu prokastinieren. (Ich weiß leider nicht mehr, wie viele Leute befragt wurden.) Dummerweise ist das eine Sache, die, je nachdem wie stark sie Dich in der Hand hat, sehr negative Auswirkungen auf Dein Leben haben kann.

Prokastinieren war eines der zwei größten Probleme die ich hatte, als ich mein Business gestartet habe. Das erste war, das ich tolle Träume hatte, aber nicht genau wusste, wo ich anfangen soll. Das zweite war dann das Tun. Oder besser gesagt, das Nichttun.

Ich habe mehrere Tage, manchmal über eine Woche dafür verwendet, Referenzmaterial zu sammeln. Sprich mit meiner Kamera durch den Ort zu laufen und Blumen und Pflanzen zu fotografieren, bis ich sie dann irgendwann endlich gemalt habe. Ich habe jetzt so viel Referenzmaterial, das es wahrscheinlich für den Rest meines Lebens reichen wird.

Anstatt meine Webseite aufzubauen habe ich erstmal die Küche geputzt. Damit ich mich danach besser auf mein Vorhaben konzentrieren kann. Und danach noch das Bad.

Ich bin erstmal spazieren gegangen damit die frische Luft meine Kreativität anregt. Und dann, weil ich gerade am Supermarkt vorbei gelaufen bin, auch nochmal einkaufen.

Tatsächlich bewundere ich die Leute, die mir die oben erwähnte Frage stellen. Ich bin gar nicht erst auf die Idee gekommen, dass ich vor diesem Problem stehen könnte! Irgendwann fiel mein Blick auf das Datum, das oben auf meiner To-Do-Liste stand, die ich irgendwann mal erstellt habe. Über drei Jahre hatte ich nicht nur einen Traum, sondern auch einen konkreten Plan. Aber ich bin nicht losgegangen.

Was hat mich davon abgehalten? Was hat mich so viel Zeit verlieren lassen, meine Träume in unerreichbare Ferne gerückt, obwohl nur eine so kleine Korrektur meines Verhaltens notwendig war, nämlich TUN?

Die Frage war ganz einfach zu beantworten. Wenn ich ehrlich zu mir war. (DAS war nicht so ganz einfach.) Es waren Ängste.

Angst davor,

  • dass noch nicht alles perfekt ist (meine Webseite und meine Blogbeiträge zum Beispiel).
  • dass ich es nicht schaffe und dann mit dem geplatzten Traum da stehe.
  • dass ich finanziell nicht klar komme.
  • dass ich bewertet werde, und meine Arbeit nicht allen gefällt.
  • dass ich mich übernehme, mit Selbständigkeit und Muttersein.

Und noch eine ganze Menge mehr.

Alle Prokrastinierer sind meist zu optimistisch, was die Zeit betrifft, die ihnen für die Erledigung einer Aufgabe zur Verfügung steht. (Stangl, 2018).

Verwendete Literatur
Stangl, W. (2018). Stichwort: 'Prokrastination'. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
WWW: http://lexikon.stangl.eu/814/prokrastination/ (2018-01-08)

Vielleicht verschwendest Du Deine Lebenszeit, wenn Du prokastinierst.

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Ich weiß nicht, wie lange ich einfach nur da gesessen und das Datum angestarrt habe. Dann habe ich meinen Kalender rausgeholt und die Punkte auf meiner To-Do-Liste dort hinein übertragen. Und mich daran gehalten!

Die verlorene Zeit kann ich nicht mehr zurückholen. Aber das ist jetzt unwichtig, denn es kam ja der Tag, an dem ich meinen Traum endlich in die Hand genommen und verwirklicht habe. Heute kann der Tag sein, in dem Du das auch tust. Dann ist es egal, was vorher war. Es zählt, dass Du jetzt angefangen hast!

Vielleicht bist du in einer ähnlichen Situation wie ich damals. Deinen Traum zu verwirklichen bedeutet auf jedem Fall, aus Deiner Komfortzone herauszutreten. Es lohnt sich! Natürlich wäre der Beitrag nicht vollständig, wenn ich Dir nicht auch ein paar Tipps gegen das Prokastinieren mitgeben würde 😉

Schaue Deine Ängste an!

Die meisten sind im Kopf viel größer als in der Realität.

Du musst nicht gleich Deinen Job kündigen und Dich in ein unbekanntes Gewässer stürzen. Fange erstmal nebenher an.

Klar wird Deine Arbeit bewertet. Und Du wirst es nicht jedem recht machen können. Niemals. Und das musst Du auch gar nicht.

Angst vor etwas zu haben bedeutet nicht, dass man es nicht trotzdem tun kann.

Frage Dich, ob Du die Sache wirklich willst!

Ist die Sache wirklich Dein Traum? Deine Leidenschaft? Die Sache, die Du auch tun würdest, wenn Du nicht dafür bezahlt werden würdest? Oder möchtest Du nur unbedingt ein Traumbusiness haben? Halten Dich Ängste davon ab, Deine Leidenschaft zum Beruf zu machen, oder hast Du Deine Leidenschaft noch nicht so ganz entdeckt?

Stückele die Aufgaben und erstelle Dir einen Plan!

Zum Beispiel einen Jahresplan. (In meiner Freebie-Bibliothek kannst Du Dir einen für 2018 zum Ausfüllen herunterladen und ausdrucken.) Du kannst auch erstmal die nächsten drei Monate planen. Oder die nächste Woche. Hauptsache Du schaffst Dir ein Geländer, an dem Du Dich festhalten und daran entlanggehen kannst. Er hilft Dir, Deine Ziele im Auge zu behalten, und nicht in unnötige Dinge abzudriften.

Schalte externe Reize ab!

Wenn Du weißt, dass Du dazu neigst, Dich abzulenken zu lassen, dann schalte sämtliche externen Reize ab. Kein Radio, Facebook, What´s App nebenher. Und wenn es sein muss, schalte auch Dein Telefon ab.

Mach Dein Ziel sichtbar!

Überlege Dir, was für Dich ein Symbol dafür ist, dass Du Dein Ziel erreicht hast. Hast Du dann ein hübsches Atelier? Oder viel Zeit für Deine Familie? Oder bist Du dann ausgewandert und arbeitest nur noch am Strand? Stelle Dir irgendetwas auf, einen Gegenstand, oder hänge ein Bild auf, das für Dich symbolischen Charakter hat. Natürlich da, wo ständig Dein Blick darauf fällt!

Und der wichtigste von allen:

Bleib nicht stehen!

Geh einfach los, und dann hör nicht mehr auf zu laufen! Manchmal wirst Du rennen, manchmal nur winzig kleine Schritte machen. Das ist okay.

Bleib einfach nur nicht stehen!

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